In einem Küstenstädtchen in Frankreich lebte ein kleiner Junge mit viel Abenteuergeist. Er hieß Pierre. Pierres größte Liebe war es, den alten Seeleuten zuzuhören, wenn sie Geschichten über die Seefahrten erzählten. In seinem Herzen trug er immer einen Traum, nämlich die unbekannten Meere zu erkunden.
Eines Tages, als Pierre am Strand spielte, entdeckte er plötzlich am Horizont ein unglaublich prächtiges Regenbogenphänomen. Die Farben des Regenbogens waren so lebendig, als wäre es eine Brücke, die Himmel und Meer verbindet. Pierre wurde von diesem schönen Anblick tief fasziniert und in ihm stieg ein starkes Verlangen auf. Er lief nach Hause, nahm sein einfaches Gepäck und steuerte mit einem kleinen Boot in Richtung des Regenbogens.

Pierre segelte im regenbogenfarbenen Meer, und das umgebende Meerwasser leuchtete in regenbogenartigen Farben. Plötzlich sah er am Ende des Regenbogens eine verschwimmende Insel. Auf der Insel war es grün bewachsen und es schienen auch einige mysteriöse Lichter zu flackern. Pierre war sowohl aufgeregt als auch neugierig und beschleunigte das Boot, um auf die Insel zu gelangen und nachzuschauen.
Als Pierres Boot sich der Insel näherte, entdeckte er, dass es auf der Insel viele seltsame Kreaturen gab. Einige Kreaturen sahen aus wie leuchtende Kaninchen und huschten springend zwischen den Bäumen hindurch; andere Kreaturen ähnelten geflügelten Fischen und flogen in der Luft herum. Pierre stieg vorsichtig aus dem Boot und begann, diese wunderbare Insel zu erkunden.

Pierre stellte fest, dass diese Kreaturen alle sehr freundlich waren. Sie umzingelten Pierre und betrachteten ihn neugierig. Pierre nahm das Essen mit, das er mitgebracht hatte, und teilte es mit ihnen. Die kaninchenähnlichen Kreaturen rieben mit ihren weichen Ohren an Pierres Hand, als würden sie sich bedanken. Pierre verbrachte eine sehr glückliche Zeit auf der Insel und entdeckte auch einen versteckten Schatz in einer Höhle. Es waren einige glänzende Edelsteine, und auf jedem Edelstein waren seltsame Symbole eingraviert.
Obwohl die Erfahrungen auf der Insel sehr schön waren, löschte die Abenteuerflamme in Pierres Herz nicht aus. Er beschloss, weiter im regenbogenfarbenen Meer zu segeln und weitere unbekannte Geheimnisse zu entdecken. Er verabschiedete sich von den Inselbewohnern und nahm als Andenken einen Edelstein aus dem Schatz mit und stieg wieder in sein Boot.

Bald darauf wehte plötzlich ein starker Wind im regenbogenfarbenen Meer und ein Sturm brach los. Riesige Wellen stürzten sich auf Pierres Boot und Blitze zogen durch den Himmel. Aber Pierre hatte keine Angst. Er hielt den Ruderstock fest und sah mit festem Blick nach vorn. Er wusste, dass man nur durch Wind und Wetter gehen muss, um noch schöneres zu sehen. Im Sturm schwankte Pierres Boot wie ein Blatt im Meer, aber er gab nie auf.
Nach einem harten Kampf ließ der Sturm schließlich nach. Pierres Boot war zwar etwas beschädigt, aber er fuhr trotzdem weiter. Das regenbogenfarbene Meer war jetzt noch schöner und es erschien zwei Regenbogen im Himmel, die sich kreuzten und ein riesiges farbiges Tor bildeten.

Pierre steuerte in Richtung des regenbogenförmigen Tores und als er durch das Tor fuhr, fand er sich in einer völlig neuen Welt wieder. Hier war das Meer golden und im Himmel schwebten wolkig-weiße Gebilde wie Marshmallows. Pierre wusste, dass seine Abenteuer noch lange nicht zu Ende waren und es noch viel mehr Unbekanntes gab, das er entdecken musste. Und er wurde ein echter Regenbogen-Seefahrer, und seine Geschichte würde für immer erzählt werden.





