In ferner Frankreich gibt es eine wundersame Schneeflockenfee. Sie lebt hoch über den Wolken, dort steht ein wunderschönes Palast aus Eis und Schnee. Die Schneeflockenfee hat lange, weiß wie Schneeflocken, Haare. Ihre Augen funkeln wie Sterne und ihre Flügel sind transparent und leuchten in einem leichten blauen Licht.
Die Aufgabe der Schneeflockenfee besteht darin, der Welt wunderschöne Schneeflocken zu bringen. Jedes Mal, wenn der Winter kommt, wird sie beschäftigt. Sie sammelt Wasserdampf aus den Wolken und mit ihrem Zauberstab tippt sie leicht darauf, und der Wasserdampf verwandelt sich in feine Schneeflocken.

Die Schneeflockenfee steckt die Schneeflocken in leuchtende kleine Taschen. Diese kleinen Taschen gleichen Sternen und hängen in ihrem Palast. Danach fliegt sie mit diesen vollgestopften kleinen Taschen voller Schneeflocken um die Welt.
Sie kommt zuerst in einen Wald. Die kleinen Tiere im Wald verstecken sich alle in ihren Höhlen und warten darauf, dass der Winter vorbei ist. Die Schneeflockenfee öffnet leise die kleine Tasche und streut die Schneeflocken über den Wald. Die großen Bäume ziehen schnell weiße Kleider an und die Zweige hängen voll mit glasklaren Schneeflocken, wie schöne Kristallketten.

Danach fliegt die Schneeflockenfee in eine kleine Stadt. Die Menschen in der Stadt sitzen alle zu Hause um den Ofen und wärmen sich. Die Schneeflockenfee streut die Schneeflocken auf die Dächer und Straßen der Stadt. Bald wird die Stadt zu einer weißen Märchenwelt. Die Kinder, die die Schneeflocken sehen, rennen alle begeistert heraus und spielen im Schnee, bauen Schneemänner und haben Schneebällekämpfe.

Die Schneeflockenfee sieht die fröhlichen Szenen der Menschen und der kleinen Tiere im Schnee und ihr Herz ist voll von Wärme. Sie weiß, dass ihre Schneeflocken der Welt Schönheit und Freude gebracht haben.
Schließlich fliegt die Schneeflockenfee zurück in ihr Palast über den Wolken und wartet auf den nächsten Winter, um ihre Aufgabe fortzusetzen und erneut die wunderschönen Schneeflocken der Welt zu bringen.




