Vor langer, langer Zeit, in der Welt der griechischen Mythologie, hatte der Windgott acht bemerkenswerte Söhne. Diese acht Söhne besaßen jeweils magische Kräfte und ihre Aufgabe bestand darin, das Klima zu regulieren und das Gleichgewicht der Welt aufrechtzuerhalten.
Der älteste Sohn hieß Boreas und er hatte die kalte Nordwind unter seiner Kontrolle. Er war groß und von einem eiskalten Aura umgeben. Immer wenn der Winter kam, puffte er die Wangen auf und blies mit aller Kraft die kalte Nordwind, sodass die Erde in ein schneebedecktes Bild gehüllt wurde.

Der zweite Sohn war Zephyrus und er war verantwortlich für den sanften Westwind. Er war wie ein sanfter Bote und überall, wo er hinreiste, brachte er sanfte Brisen mit sich. Im Frühling wehte er sanft über die Erde und weckte die schlafenden Blumen und das junge grüne Gras.

Der dritte Sohn, Notos, hatte die feuchte Südwind unter seiner Herrschaft. Er war ein lebhaftiger Windgott und sein Südwind trug immer eine große Menge an Wasserdampf. Wenn der Sommer bald anbrach, wehte er den Südwind und brachte der Erde reichlich Regen, der die durstige Erde befeuchtete und das Getreide prächtig wachsen ließ.

Der vierte Sohn, Euros, hatte die Ostwind zu verantworten. Er war ein weiser Windgott und sein Ostwind war weder so kalt wie der Nordwind noch so feucht wie der Südwind. Bei der Wechselzeit zwischen Frühling und Herbst wehte er den Ostwind und brachte der Erde ein angenehmes Klima und führte auch die Zugvögel bei ihrer Migration.

Der fünfte Sohn, Aquilo, war ein Windgott, der sich gut auf lokale Luftströme einstellen konnte. Im heißen Sommer konnte er in den Straßen und Gassen der Städte kühle kleine Luftströme erzeugen und die Menschen ermöglichten, in der sengenden Hitze ein wenig Kühle zu spüren.

Der sechste Sohn, Auster, war verantwortlich für die Luftströme auf dem Meer. Er konnte die ruhige Meerfläche mit leichten Wellen kräuseln und bei einem Sturm die Stärke des Seewinds kontrollieren und die Schiffe auf dem Meer schützen.

Der siebte Sohn, Phoebus, hatte die Luftströme zwischen den Tälern in seiner Gewalt. Er huschte durch die Täler und ließ der Wind in den Tälern zu einem wundervollen Musikstück werden und regulierte gleichzeitig die Temperatur in den Tälern.

Der achte Sohn, Hermes Wind, war ein besonderer Windgott. Er konnte die Kräfte seiner anderen Brüder vereinigen und in besonderen Momenten, zum Beispiel wenn sich das Klima stark veränderte oder ein Naturkatastrophe bevorstand, spielte er seine Rolle und koordinierte die Kräfte seiner Brüder, sodass die Welt wieder ins Gleichgewicht zurückkehrte.

Auf diese Weise erfüllten die acht Windgottbrüder ihre jeweiligen Aufgaben, regulierten Jahr für Jahr das Klima und hielten das Gleichgewicht der Welt aufrecht und füllten die Welt der griechischen Mythologie mit Leben und Harmonie.





