In einem ruhigen Bergwald lebt ein Rudel von Affen. Eines Abends war der Mond groß und rund, und der Mondschein fiel auf die Erde, als würde die Erde mit einem silbernen Tuch bedeckt. Nachdem sich dieses Rudel von Affen im Wald vergnügt hatte, kam es zu einem Brunnen. Plötzlich entdeckte ein kleiner Affe, dass es einen Mond im Brunnen gab. Er schrie erstaunt: "Oh nein, der Mond ist in den Brunnen gefallen!" Die anderen Affen hörten es und drängten sich um den Brunnen.

Die Affen sahen den Mond im Brunnen und waren sehr besorgt. Ein alter Affe runzelte die Stirn und sagte: "Wir müssen den Mond herausholen, sonst gibt es keinen Mondschein, der den Wald bei Nacht erleuchtet." Also begannen die Affen zu besprechen, wie sie den Mond herausholen könnten. Sie gaben alle ihre Meinungen und fanden schließlich eine Lösung.

Die Affen entschieden sich, ein hinter dem anderen kopfüber an einem Baum am Brunnenrand zu hängen. Der unterste Affe streckte die Hand aus, um den Mond zu fischen. Der oberste alte Affe hielt sich fest an den Baumstamm, und die mittleren Affen hielten sich auch fest aneinander. Der unterste kleine Affe streckte mühsam die Hand nach dem Mond im Brunnen aus, aber jedes Mal, wenn er ihn fast berührte, bewegte sich der Mond mit den Wellen im Wasser, und der kleine Affe konnte ihn einfach nicht fischen.

Genau in diesem Moment sah zufällig ein kleiner Affe in den Himmel und entdeckte, dass der Mond noch gut am Himmel hing. Er rief laut: "Hört auf zu fischen, der Mond ist am Himmel!" Die anderen Affen hörten es und sahen alle in den Himmel. Sie verstanden dann, dass der Mond im Brunnen nur die Spiegelung des Mondes am Himmel war. Die Affen schauten sich gegenseitig an und lachten verlegen.





