Es war einmal eine kleine rote Henne. Sie lebte auf einem Bauernhof in den Vereinigten Staaten. Die kleine rote Henne war eine sehr fleißige Henne und war immer beschäftigt und hatte von morgens bis abends keine Muße.
Eines Tages fand die kleine rote Henne einige Weizensamen. Sie dachte: „Wenn ich diese Samen pflanze, kann ich viel Weizen ernten und dann leckeren Brotbacken.“ Also begann sie, die anderen Tiere um Hilfe zu bitten.

Sie fand zuerst das Schweinchen und sagte zu ihm: „Schweinchen, Schweinchen, ich habe einige Weizensamen gefunden. Kannst du mit mir Weizen pflanzen?“ Das Schweinchen schniefte und sagte träge: „Ich will keine solche anstrengende Arbeit machen. Ich möchte noch schlafen.“ Die kleine rote Henne war ein wenig enttäuscht, aber sie gab nicht auf.
Danach ging sie zu der Katze.

Die kleine rote Henne sagte zur Katze: „Katze, Katze, ich habe Weizensamen. Lass uns zusammen Weizen pflanzen, damit wir Brot haben können.“ Die Katze leckte ihre Pfoten und antwortete: „Pflanzen von Weizen ist so langweilig. Ich muss noch Mäuse fangen.“ Die kleine rote Henne seufzte und ging weiter, um andere Tiere zu suchen.
Dann kam sie vor das Hündchen.

Die kleine rote Henne sagte zum Hündchen: „Hündchen, Hündchen, kannst du mit mir Weizen pflanzen?“ Das Hündchen wedelte mit dem Schwanz und sagte: „Ich gehe nicht. Ich werde mit meinem Knochen spielen.“ Die kleine rote Henne war ein wenig traurig, aber sie entschied sich, den Weizen selbst zu pflanzen.
Also arbeitete die kleine rote Henne allein am Pflügen, Säen, Gießen und Düngen. Die Tage vergingen, und schließlich wuchs der Weizen auf und wurde nach einiger Zeit reif.

Die kleine rote Henne erntete den Weizen fröhlich, machte Mehl aus dem Weizen und begann dann, Brot zu backen. Der Geruch des Brotes verbreitete sich über den ganzen Bauernhof.
Zu diesem Zeitpunkt rochen das Schweinchen, die Katze und das Hündchen den Geruch des Brotes und liefen alle herbei.

Das Schweinchen sagte: „Kleine rote Henne, dein Brot riecht so lecker. Kannst du uns ein bisschen geben?“ Die Katze sagte ebenfalls: „Ja, wir wollen auch essen.“ Das Hündchen bellte daneben und stimmte zu.
Die kleine rote Henne sah sie an und sagte: „Als ich euch bat, mit mir Weizen zu pflanzen, wolltet ihr nicht. Jetzt habe ich mühsam selbst den Weizen gepflanzt und Brot gebacken, und ihr wollt sich die Früchte ohne Arbeit erschleichen. Das geht nicht.“ Damit nahm die kleine rote Henne das Brot und genoss es allein.
Das Schweinchen, die Katze und das Hündchen bereuten es sehr. Sie erkannten, dass ihre Faulheit falsch war und sie so fleißig sein sollten wie die kleine rote Henne.





