In einem kleinen Dorf in Japan lebte eine sehr liebenswürdige Oma. Sie hatte sehr geschickte Hände und war besonders darin bewandert, einen besonderen Keks zu backen - den Mondkeks. Dieser Keks hatte die Form eines am Himmel hängenden halbmondförmigen Körpers und war von einem leichten goldenen Glanz, der sehr verlockend aussah. Um das Haus der Oma waren allerlei Blumen gepflanzt. Unter der Sonne strahlten die Blumen in allen Farben und waren wunderschön. Ihre kleine Küche, in der sie die Kekse backte, war immer von einem süßen Duft erfüllt.
Abends kamen die Kinder aus dem Dorf wie eine Gruppe fröhlicher Vögel lachend und zwitschernd zu der Oma nach Hause. Sie wussten, dass die Oma zu dieser Zeit sicher wieder leckere Mondkekse gebacken hatte. Die Oma stand auch immer lächelnd in der Tür und begrüßte die Kinder. Ihr faltiges Gesicht strahlte vor Glück.

Die Oma führte die Kinder ins Haus. Auf dem Tisch in der Mitte des Zimmers lagen die frisch aus dem Ofen kommenden Mondkekse und gaben noch Warme ab. Die Kinder leuchteten die Augen auf, als sie die Kekse sahen, und ihre kleinen Münder konnten nicht umhin, zu schlucken. Sie setzten sich um die Oma und ihre kleinen Gesichter waren rötlich und ihre Augen voller Erwartung. Die Oma sagte lächelnd: „Meine kleinen Lieblinge, das sind heute frisch gebackene Mondkekse. Probierts schnell!“ Die Kinder streckten ungeduldig die Hand aus und nahmen einen Mondkeks und bissen vorsichtig hinein. Der knusprige Geschmack und der süße Duft breitete sich im Mund aus und die Kinder hatten sofort zufriedene Gesichter.

Nach dem ersten Bissen begannen die Kinder, die Kekse untereinander zu teilen. Sie reichten sich gegenseitig Kekse zu und das Zimmer war voller Lachen und Gespräche. Ein kleiner Junge sagte: „Die Mondkekse der Oma sind der leckerste Keks der Welt!“ Die anderen Kinder nickten ebenfalls. Alle aßen die Kekse und erzählten von den lustigen Dingen, die sie an diesem Tag im Dorf erlebt hatten. Einige Kinder sagten, sie hätten einen besonders schönen Schmetterling gesehen, andere, sie hätten am Flussufer einen sehr merkwürdigen Stein gefunden.

Nachdem sie die Kekse gegessen hatten, folgten die Kinder der Oma in den Hof. Zu diesem Zeitpunkt hing der Mond schon hoch am Himmel und sein silbernes Licht fiel auf den Hof. Die Kinder rannten im Hof herum und spielten Spiele. Einige spielten Versteckspiel, andere hatten ein Wettlauf, wer am höchsten springen konnte. Die Oma saß auf einem Schaukelstuhl daneben und sah den Kindern beim Spielen zu und hatte ein gütiges Lächeln auf dem Gesicht. Unter dem Mondlicht war dieser kleine Hof voller Wärme und fröhlicher Atmosphäre, als ob die Zeit in diesem schönen Moment stehengeblieben wäre.





